Meine letzte Woche auf dieser Erde:

Montags, am 16.01.2006, war ich wegen einer Erkältung mit meiner Mama bei meinem Kinderarzt zur Untersuchung. Da wurde ein Kropp-Husten diagnostiziert. Und wie jedesmal wenn ich bei dem Arzt war, wurden mir Medikamente für meine Genesung gegeben.

Am folgenden Tag, wurde es dann ein bisschen besser, bis ich abends dann im Bett einen Hustenanfall bekam, der einfach nicht mehr aufhören wollte. Da es schon sehr spät war, und um die Uhrzeit kein Kinderarzt mehr zu erreichen war, fuhr ich mit meiner Mama und meinem Papa nach Schwäbisch Hall in die Kinderklinik.

Untersucht wurde ich von einer sehr netten Ärztin, die nach der Untersuchung mich auch prompt nicht mehr gehen lassen wollte, sondern mich stationär aufnahm.

Leider war in dem Krankenhaus aber kein Zimmer frei, sondern nach langem überlegen der Ärztin und der Krankenschwester kam ich dann in ein Zimmer, in dem schon ein kleiner Junge mit einer Lungenentzündung lag.

Aber die Ärztin hatte wörtlich gesagt: "Wenn die Kinder nicht zusammenkommen, dann kann auch nichts passieren!" D.h. soviel, wie nur nicht miteinander spielen lassen und immer schön im Bett bleiben!!!!

Das soll mir mal einer erklären, wie mir das als kleiner "Wirbelwind" gelingen soll!?

Auf jeden fall wurde ich auf Verdacht auf Lungenentzündung hin untersucht, stellte sich aber als negativ heraus. Das einzige was ich im Krankenhaus machen musste, 3x mal täglich inhalieren und das wars dann auch schon.

Nach 2 1/2 Tagen Aufenthalt im Krankenhaus und meine nächtlichen Schlafstörungen (durch den anderen Jugnen im Zimmer) fragten meine Eltern, ob wir das Inhalieren nicht auch zu Hause machen können, denn da würde es mir besser gehen, als hier im Krankenhaus, denn zu Hause kann ich mich richtig bewegen und bin nicht so an das Bett "gefesselt".

Die Ärzte gaben "grünes Licht" und so holte mein Papa mich und meine Mama (die die ganze Zeit bei mir blieb) am Donnerstag dann ab.

Wir mussten dann nur nochmal bei meinem Kinderarzt in Backnang vorbei, damit er mich auch nochmal untersucht und mir das Inhalationsgerät verschreibt, damit ich zu Hause mit den Medikamenten versorgt werden kann.

Na ja, Donnerstags hatte er dann keine Zeit mehr, weil die Praxis und die Termine schon alle ausgebucht waren, aber dafür durfte ich dann sofort am Freitag zu Ihm kommen.

Bei dieser Untersuchung war dann auch wieder soweit, wie jedesmal bei dem Kinderarzt, alles i.O.. Nur dass mein Husten zu einer Bronchitis wurde. -> aber lt. Kinderarzt alles nicht so schlimm!

Natürlich war ich durch das ganze "hin und her" und meine Erkältung n bissl geschwächt, so dass ich dann zu Hause zwar wieder mit meinem Bruder spielen konnte, aber immer wieder auch meine Ruhephase brauchte.

Sonntags habe ich dann zu allem Elend auch noch Durchfall bekommen. Und ich wurde auch noch n bissl müder als sonst.

Montags war meine Mama dann wieder sofort mit mir beim Kinderarzt und hat diesem das geschidlert, aber wie gut, dass auch diesmal wieder alles i.O. war und er dagegen auch wieder Medikamente hatte. Diese sollten mir bei Erbrechen und Durchfall helfen.

Tagsüber ging es auch soweit, nur stand da dann halt auch wieder der Abend bevor. Es verlief an dem Abend, vor meinem Tod, alles etwas unruhig, wie das halt so ist bei kränkelden Kindern. Auch die Nacht war dann ziemlich unruhig und ich konnte dann auch nicht richtig schlafen.

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Emilie Burkart, + 24.01.2006

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