Mein viel zu kurzes Leben in Oppenweiler, Teil 2:
Mit knapp einem Jahr habe ich meinen Papa und meine Mama dann entlastet, denn ich habe gemerkt, dass ich mit meinen Beinen überall hinkomme wo ich garnicht so hin sollte. :-) Ich stand also schon recht früh auf eigenen Beinen.
Natürlich war das nicht das Einzige, mit dem ich neue Erfahrugnen machte, denn ich merkte auch, dass ich meinen Mund nicht nur zum Essen benötigte, sondern ich konnte mich damit auch von Tag zu Tag und von Woche zu Woche verständlicher machen.
Jeder lachte zwar über meine Aussprache, aber verstanden hat mich doch jeder. Was natürlich aber in keinster Weise fehlen durfte, egal ob beim Essen, beim Spazieren gehen, beim Spielen oder beim Einschlafen, das waren meine "Schnullis".
Schon recht früh stellte sich meine Sammelleidenschaft ein: Ich konnte nicht genug "Nuckies" bei mir haben. Und je bunter diese waren, desto schneller konnte ich daran nuckeln. (Einen Teil von meiner Sammlung kann man jetzt noch an meinem Grab bewundern, die anderen hab ich mit mir genommen und liegen jetzt wohlbehütet neben mir, aber dazu kommen wir noch auf den anderen Seiten.)
Im Frühjahr 2005 merkte ich zum ersten Mal, dass man nicht immer nur dicke Sachen anziehen musste, sondern auch n bissl leichter gekleidet draußen spielen konnte. Ich erlebte sozusagen meinen ersten richtigen Frühling.
Schon bald darauf wurde es sogar so warm ,dass ich mit meinem Bruder im Garten in einem eigens für uns beide gekauften "Pool" richtig Spaß haben konnte, und niemand hatte geschimpft wenn wir zweien dann mit Wasser gespritzt hatten.
Es war ein richtig schöner Sommer, denn wenn es auch die Zeit von meinem Papa und meiner Mama zugelassen hat, sind wir sogar ins Mineralfreibad in Oppenweiler gegangen und dort konnte ich dann mal so richtig mit meiner Familie toben und Spaß haben.
Nach dem Sommer kam dann mein Bruder in den Kindergarten in Oppenweiler. Ich durfte Ihn jeden morgen dort hin begleiten und auch noch 5 minuten Spielen. Oh was hatte ich mich darauf gefreut auch mal dort hin zu gehen. (Kam jedoch alles anders)
Mit dem Herbstwetter ging es dann auch los mit meinen Erkrankungen. Meine Nase lief, und jeder Husten verschlimmerte sich zur Bronchitis. Bei jedem Arztbesuch, wo ich dann mit meinen Eltern war, wurde uns immer nur gesagt, dass das bei diesem Wetter, und bei kleinen Kindern, deren Geschwister den Kindergarten besuchen, normal sei und meine Eltern doch froh sein könnten, denn dann hätte ich die Probleme nicht mehr wenn ich in den Kindergarten käme, da bis dahin dann mein Immunsystem gestärk sei.
Nach dem Herbst wurde es dann richtig kalt, so dass ich wieder die warmen Sachen anziehen musste. (Aber der nächste Frühling kommt bestimmt!).
Im Dezember hatte man mir und meinem Bruder gesagt, dass dies der schönste Kindermonat sei.
1. Nikolaus, 2. Weihnachten und 3. mein zweiter Geburtstag! (da ahnte noch niemand, dass dies auch mein letzter sein soltle!!!)
Wobei ich Weihnachten nicht so richtig feiern konnte, da ich zu dieser Zeit an Scharlach erkrankt war, aber meine Energie reichte allemal um mit meiner Mama und meinem Bruder den Weihnachtsbaum zu schmücken und nach der Bescherung aus vollem Herzen das Weihnachtslied "OH TANNENBAUM" zu singen.
Kommentar von meinen Eltern:
Du kleiner Sonnenschein wirst ewig bei uns sein. Du bist zwar nicht mehr greifbar, doch wirst Du trotzdem für immer in unserem Herz weiterleben.
meine letzte Woche auf dieser Erde...
|