Die Fragen

Die quälenste Frage für uns Eltern ist:

Warum hat das mit dem Notarzt an diesem besagten Morgen so lange gedauert?

Gut die Erklärung hat die Kriminalpolizei ja geliefert! Wir möchten hier niemanden anprangern, aber was soll hier nicht erzählt werden... Wir wissen die Antwort nicht und werden diese auch wohl NIE erfahren.

Unsere Rechcherchen:

1. Per Einzelverbindungsnachweis, wollten wir von der Telekom wissen, wann die Notrufe an die 112 tatsächlich getätigt wurden.

Ergebnis:

Die Telekom führt zwar solche Einzelverbindungsnachweise, an diese kommt man laut Auskunft aber nur mit "Hoheitlichem Recht", d.h. über die Staatsanwaltschaft oder die Polizei, was eine Anzeige aber vorangestellt hätte. Wir wollten aber keine Anzeige stellen, denn wen oder was hätte man Anzeige stellen sollen? Wir wollten doch nur zu unserer Zufriedenstellung die Zeit für die getätigten Anrufe wissen.

2. Wir beauftragten einen Anwalt um an die Daten bei der Rettungsstelle und an das Einsatzprotokoll zu kommen.

Ergebnis:

Am 13.02.2006 schrieb darauf hin der von uns beauftragte und bevollmächtigte Anwalt die Rettungsleitstelle in Waiblingen an, mit der Bitte um Akteneinsicht der Einsatzprotokolle.

Am 21.02.2006 schrieb das Deutsche Rote Kreuz folgendes zurück:

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt .......,

verbindlichen Dank für Ihr Schreiben vom 13.02.2006, das uns am 16.02.2006 erreicht hat. Selbstverständlich liegen die einschlägigen Daten un Unterlagen über den einsatz vor. Wir betreiben die leitstelle freilich nicht in eigener Verantwortung, sondern als Beliehene des Landes Baden-Württemberg (Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim vom 21.04.2004, 6 S 17/04). Wir sind daher gezwungen, vor der Herausgabe von Daten und Unterlagen Rücksprache mit dem Land zu nehmen.
Dies haben wir mit gleicher Post getan und um rasche Bearbeitung gebeten, sobald die antwort vorliegt, werden wir uns unverzüglich wieder bei Ihnen melden.

Mir freundlichen Grüßen

...
Kreisgeschäftsführerin

Am 06.03.2006 erhielten wir dann folgendes Schriftstück:

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt .......,

das Land Baden-Württemberg hat uns nun sein Einverständnis erteilt, Ihnen Kopien unserer unterlagen über den Einsatz für Emilie Burkart zu übermitteln, Diese liegen als Anlage bei. Sie brauchen sie nicht zurück zu geben.
Aus Datenschutzrechtlichen Gründen sind in den beiden Transportjournalen die zeilen abgedeckt, die nicht diesen Einsatz betrafen.

Sofern Sie Erläuterungen zu den einzelnen Blättern benötigen, geben Sie bitte Bescheid.

Mit freundlichen Grüßen

...
Kreisgeschäftsführerin

- Es waren Erläuterungen auf von den Zetteln nötig, da handschriftlich durchgestrichen und drübergeschrieben war -

Es folgte ein weiteres Schreiben mit der Bitte um Aufklärung der Fragen.

Am 14.03.2006 schrieb also wieder unser Anwalt mit der Bitte um Aufklärung worauf hin wir

Am 20.03.2006 folgendes Schriftstück wieder vom Roten Kreuz mit folgendem Inhalt erhielten:

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt ......,

auf Ihr Schreiben und Ihre Fragen vom 14.03.2006 können wir abschließend folgende Hinweise geben:

1. Über die zahl der Anrufe, die in dieser Sache bei unserer Leitstelle eingegangen sind, geben die schriftlichen Unterlagen keine Auskunft. Die Transportnachweise geben nicht die Zahl der Notrufe eines Falles wieder, sondern die Zahl der eingesetzten Rettungsmittel. Hier waren dies um 5.46 Uhr (Auftragsnummer ......) der Rettungswagen (RTW), um 6.08 Uhr (Auftragsnummer .....) das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) mit dem "allgemeinen" Notarzt, Herrn Dr. ...., sowie um 6.15 Uhr (Auftragsnummer ......) das NEF mit dem Kindernotarzt.

Das NEF mit dem Kindernotarzt befindet sich auf einem gesonderten Blatt, weil es von einer anderen Rettungswache aus startete.

Schriftliche Unterlagen fertigt die Leitstelle nur - wie Ihnen vorliegend - über konkrete Einsätze an. Jedoch werden sämtliche Anrufe und Gespräche auf Tonträger aufgezeichnet.

2. Die Einsatzpläne, Blatt 1/2 der Akte, haben Sie überwiegend richtig gelesen. Jedoch erscheinen folgende Ergänzungen erforderlich:

a) Die Leitstelle hatte den RTW mit der Auftragsnummer .... zunächst zum Zwecke des Krankentransportes und daher ohne Sondersignal beauftragt. Als in Folge klar wurde, dass es sich um einen schweren Notfall handelte, erhielt der RTW um 6.04Uhr die "Aufstufung" zum Notfalleinsatz mit Sondersignal. Aus diesem Grund sind die Stempel im Feld "alamierung" und "Abrücken" auf dem oberen Rand des Bogens gleich.

b) Die Stempel am rechten Rand des Blattes mit der großen Ziffer "2" betreffen das NEF mit dem Notarzt Dr. ......

c) Auf dem zweiten Einsatzplan ( Auftragsnummer ...., ..... / Dr. .......) war der obere Rand mit der großen Ziffer "1" nicht auszufüllen, dein ein Transportfahrzeug befand sich bereits am Einsatzort. Vielmehr waren lediglich die Felder für das NEF auszufüllen. Der Stempel am linken oberen Rank (8.14 Uhr) wurde irrtümlich ebenfalls angebracht. Sein zutreffender Standort ist amer am rechten Rand oben bei "2. Alamierung".

3. Vor diesem Hintergrund besteht kein Widerspruch der Eintragung des ersten Transportes um 5.46 Uhr und dem Stempel 6.04 Uhr auf Blatt 1 der Akte, denn zu diesem Zeitpunkt wurde der Transport zu einem Notfall "heraufgestuft".

4. Die einsatzdokumentation wird vom Notarzt ausgefüllt. Dieser gehört nicht zu unserem Haus, das DRK stellt vielmehr nur das NEF und den Fahrer. Nährere informationen zu den Eintragungen des Notarztes können wir daher leider nicht geben.

Wir erhalten von der Einsatzdokumentation zudem lediglich einen Durchschlag. Diesen können Sie nach vorheriger Terminabsprache bei uns einsehen. er ist jedoch kaum besser lesbar las die Kopie, die Ihnen bereits vorliegt.

Mit freundlichen Grüßen

...
Kreisgeschäftsführerin

Kommentar der Eltern zu diesem Verhalten:

Zum Glück ist alles richtig und irrtümlich gestempelt!

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