Das ortsansässige Bestattungsunternehmen

Also wenn man dem Bestattungsunternehmen etwas Gutes zusprechen kann, dann ist es Pünktlichkeit, diese trafen wie vereinbart um 14:00 Uhr bei uns ein!

Als die zwei Herren (an diesem Tag kam fast jeder im Doppelpack) vom Bestattungsunternehmen kamen, konnte mein Papa zuerst überhaupt nicht glauben was er da sah:

Ein Auto fuhr nicht als Leichenwagen, sondern ein BMW mit Anhängerkupplung und dahinter ein Leichenhänger vor unser Haus. Da schaute mein Papa ganz schön "verdutzt". Aber vielleicht ist das ja heutzutage so üblich. Ausgestiegen sind, wie oben schon erwähnt, zwei Herren schön gekleidet in Arbeitskleidung, bestehend aus Arbeitsschuhen (ob eine Stahlkappe drin war konnte man auf den ersten Blick nicht direkt erkennen, aber Arbeiter auf der Baustelle tragen in etwa die selben Schuhe), einen schönen hell-braunen Arbeitsanzügen (diese konnten noch nicht alt gewesen sein, denn die waren noch nicht eingerissen). Arbeitsjacke hatte oben zwei braune Aufnäher, also wirklich "Todschick für Bestatter". Das Einzige was bei der Kleidung nicht korrekt war, es fehlte der Zollstock (Meterstab), denn die Hose hatte eine dafür vorgesehene Tasche.

Als Trage hatten Sie keinen Leichenkoffer, sondern eine Trage mit so einer Art Segeltuch, aber auf einen Blick hin konnte man sofort erkennen, dass diese Trage mit ziemlich viel Kunstoff überzogen war und somit auch abwaschbar!

(Entschuldigt meine zynische Schreib- und Ausdrucksweise, aber ich kann darüber nicht anderes schreiben, denn es kommt noch mehr!)

Was meinem Papa allerdings aufgefallen war, das wenn schon Arbeitskleidung, dann hätte doch jeder der beiden, der Vollständigkeit noch n Zollstock (Meterstab) in die dafür vorgesehene Tasche in der Hose stecken sollen. Nun gut, jeder der beiden hat sein Beileid ausgesprochen und auf die Bitte von meinem Papa hin, ob man mich so bis zum "Leichenhänger" tragen kann, kam sofort und wie aus der "Pistole geschossen": DAS GEHT NICHT, WEGEN DER NACHBARN! (Was insteressieren mich in meiner Situation und in dem Moment die Nachbarn!?)

OK! Mein Papa hatte sich dann mit den Herren darauf geeinigt, dass ich erst im Hausflur auf die Trage gelegt und zugedeckt werden soll.

Zwischenzeitlich bin ich auch schon in mein kleines Elefantenbett umgebettet worden, wo sich bis zum Eintreffen der Bestatter noch jeder der woltle von mir verabschieden konnte. Denn ich trat ja schließlich eine Reise an, für die es nur eine Hinfahrt gibt.

Als die Bestatter mich dann runter trugen, hatten diese keine "leichte Arbeit", denn es muss anscheinend nicht so einfach für die gewesen sein, das Handtuch auf dem ich lag oben und unten zuzuhalten und dann noch die Treppe runter zugehen.

 

 

Kommentar von meinem Papa:

Also ein Sack Kartoffeln wird mit mehr Vorsicht in den Einkaufswagen gelegt!

 

weiter "Bestattungunternehmen der Tag danach"...

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Emilie Burkart, + 24.01.2006

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