Die Rettungssanitäter, Teil 2:

Nachdem meine Eltern die schreckliche Nachricht erfahren hatten, wollte meine Mama und mein Papa (noch immer fassungslos und als wäre man in einem Alptraum) sofort zu mir.

Die Sanitäter hatten mir inzwischen meine Kleider wieder angezogen und mich auf das Bett von meinem Bruder gelegt.

Meine Mama brach beim Betreten meines Kinderzimmers zusammen und flog auf den Boden. Zum Glück hatten die Sanitäter schon alles wieder zusammengeräumt, dass Sie sich nicht auch noch verletzte.

Mein Papa ist zum Glück bei meinem Anblick, wie ich so leblos auf dem Bett lag nicht umgefallen und konnte so den schlimmsten Anblick, von mir, für meine Mama noch n bissl besser machen, indem er einen Sanitäter fragte, ob man mich im Gesicht nicht noch n bissl sauber machen könne.

Da kam dann die Aussage, wörtlich:

"Wenn Sie mir einen Lappen bringen, kann ich sie auch noch abputzen!"

Mein Papa holte also einen Waschlappen und ein Sanitäter wischte mir noch über mein Gesicht.

Auf die Frage von meinem Papa hin, ob man mir auch noch die Augen und den Mund (vom Intubieren) schließen könnte, kam nur eine blöde Antwort zurück:

"Wieso?"

Als dann das Gröbste beseitigt war, hatten die Eindatzkräfte auch meine Mama wieder soweit, dass Sie zu mir konnte.

Für die Einsatzkräfte, ging danach der ganz normale Bürokram und "Wahnsinn" weiter mit dem Ausfüllen von etlichen Formularen.

Kommentar von meinem Papa:

Vielleicht sollte man die Leute nicht nur dahingehend unterrichten wie man medizinische Versorgung leistet, sondern auch einmal im menschlichen Verhalten in solchen Situationen. Denn das sind "lebendigen" Bilder, die einem wahrscheinlich das ganze restliche Leben begleiten werden. Was ich den Sanitätern allerdings ankreide, dass Sie beim verlassen nicht alles mitgenommen haben, sondern eine Nadel, die vielleicht vorher noch verwendung hatte, auf dem Boden zurückließen.

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Emilie Burkart, + 24.01.2006

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