Die Kriminalpolizei

Als dann zwei Herren von der Kripo eintrafen und Ihre "normale" Arbeit aufnahmen, wurde es in unserem Haus auch wieder ein bisschen ruhiger. Denn mitlerweile bekam dann mein Papa und meine Mama ja auch schon "Routine" beim beantworten der ganzen Fragen.

Kommentar von meinem Papa:

Zum Glück gibt es in solchen Fällen keine Vordrucke, dass man auch ja nicht in die Verlegenheit kommt in diesen Momenten überhaupt zu registrieren, dass die Tochter verstorben ist.

Die Frage wieso der Rettungsdienst jedoch so lange von der Benachrichtigung bis zum Eintreffen gebraucht hatte bekamen wir sogar mal eine Antwort:

"Das können wir nicht beantworten, wir werden der 'Sache' aber nachgehen!"

Na! das war doch mal ne kompetente Aussage! Mein Papa hatte also endlich mal eine Aussage, mit der er etwas anfangen konnte. Und setzte sein ganzes Vertrauen in diese Aussage. (Sollte aber noch anders kommen.)

Als die Arbeit der zwei Beamten beendet war, und diese Ihre Aufnahmen (Bilder, Protokolle usw.) gemacht hatten, wurden wir noch instruiert, dass wir nichts verändern dürfen, bis der Kinderarzt da war und die todesursache festgestellt hatte. Na ja, konnte ja nicht mehr allzu lange dauern, da er ja schließlich auf 10:45 Uhr angekündigt war. Die zwei Herren verließen dann unser Haus, jedoch würden Sie zeitgleich wieder mit dem Arzt kommen.

So lange konnte also jeder an mein Bett stehen und sich seine eigenen Gedanken machen.

Die Frage, die aber bis zu der Zeit noch im Raum stand, war so die Polizei wörtlich:

"Man kann erst ein Bestattungsunternehmen beauftragen sobald die Todesursache geklärt ist, und wir die Leiche nicht beschlagnahmen müssen und es vielleicht noch zur Obduktion kommt!"

Also bedeutete dies wiederum für meine Eltern, banges Warten was weiter geschehen wird. Das Schlimme daran ist, man hat als Elternteil keinerlei Einfluss auf diese Geschehnisse! Denn da ist man dann nur ein "ganz kleines Licht" und je nachdem wie der Gegenüber gelaunt ist, ist man "hilflos" ausgeliefert!

Also verging die nächste Zeit des bangen Wartens. Aber das Warten waren wir ja schon von vor Stunden gewöhnt. Auch hier hätte sich fast schon eine Routine einstellen können.

Pünktlich zur vorgegebenen Zeit, 10:45 Uhr, erschien dann die Herren von der Kriminalpolizei und warteten gemeinsam mit uns auf den Kinderarzt.

Dieser ist dann auch fast Pünktlich um 11:45 Uhr eingetroffen. Aber auch diese kleine Zeitverschiebung kannten wir ja schon von ein paar Stunden zuvor.

Kriminalpolizei 2.Teil...

Kommentar von meinem Papa:

Also bei dieser Gründlichkeit haben Verbrecher keine Chance!

Wie es mit dem Kinderarzt weiter ging: hier klicken...

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Emilie Burkart, + 24.01.2006

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